Zwei Wege hinein, beide bereits fest in der Firmware
Fragen Sie zehn Leute, wie sie eine Pylontech-Batterie mit Home Assistant verbinden würden, und Sie bekommen zehn halbe Antworten mit eigenen Komponenten, HACS-Repositories oder YAML, das jemand vor drei Jahren aus einem Forum kopiert hat. Bei Pylon-Monitor gibt es kein Rätselraten: Das Gerät bringt zwei Integrationswege direkt in der Firmware mit, und keiner davon erfordert eine Installation auf Home-Assistant-Seite.
Beide lesen dieselbe zugrunde liegende Datenquelle — den Console-Port der Batterie — die Wahl ist also keine Frage der Möglichkeiten, sondern dessen, was bereits läuft.
Option 1 — MQTT-Auto-Discovery, der schnelle Weg
Läuft in Home Assistant bereits das Add-on Mosquitto broker (bei den meisten Installationen der Fall), ist das die richtige Option. IP, Port, Benutzername und Passwort des Brokers auf der Settings-Seite des Geräts eintragen, speichern, und nach etwa fünf Sekunden erscheinen zehn Sensoren automatisch unter Einstellungen → Geräte & Dienste → MQTT — gruppiert unter einer einzigen Gerätekarte namens Pylon-Monitor. Kein YAML, kein Neustart, keine manuell definierten Entitäten.
Die zehn Sensoren: SOC, SOH, Spannung, Strom, Leistung, Batterietemperatur, MOSFET-Temperatur, Ladezyklen, Batteriestatus und Zellungleichgewicht. Dazu ein zusätzliches Signal, das mehr zählt, als man denkt: ein Verfügbarkeits-Topic mit einem echten MQTT-Last-Will-and-Testament, sodass jeder Sensor in Home Assistant korrekt ausgegraut wird, sobald das Gerät Strom oder WLAN verliert — statt stillschweigend auf seinem letzten bekannten Wert einzufrieren, was genau der Fehlermodus ist, der Leute tatsächlich in Schwierigkeiten bringt (ein Alarm, der nie auslöst, weil der „letzte bekannte SOC" normal aussah).
Option 2 — REST, wenn kein MQTT läuft
Kein Broker, kein Problem. Die in Home Assistant eingebaute rest-Plattform kann den /api.json-Endpunkt des Geräts direkt alle 30 Sekunden abfragen und sechs Sensoren erstellen — SOC, SOH, Spannung, Strom, Leistung und Status. Der YAML-Block muss nicht von Grund auf geschrieben werden: Die Settings-Seite des Geräts generiert ihn selbst, mit bereits eingetragener aktueller IP. Kopieren, in configuration.yaml einfügen, Home Assistant neu starten.
Welche Option ist die richtige?
- Läuft bereits ein Mosquitto-Broker? MQTT-Auto-Discovery nutzen. Schneller eingerichtet, mehr Sensoren, und allein das Verfügbarkeitssignal lohnt sich.
- Kein Broker, und keine Lust, extra dafür einen einzurichten? REST funktioniert einwandfrei. Die zehn Sekunden zusätzliche Abfrage-Latenz gegenüber MQTTs nahezu sofortigem Push spielen bei Batterietelemetrie keine Rolle — die ändert sich nicht schnell.
- Eine große HA-Instanz mit bereits Dutzenden MQTT-Geräten? Ein weiteres Gerät am Broker kostet nichts. MQTT nutzen.
Was man mit den Sensoren tatsächlich anfangen sollte
Zehn (oder sechs) neue Sensoren allein sind nur Zahlen auf einer Karte. Ein paar Automatisierungsideen, die daraus etwas Nützliches machen:
- Benachrichtigung bei niedrigem SOC. Eine einfache Automatisierung, ausgelöst wenn der SOC-Sensor unter einen Schwellwert fällt — Push-Benachrichtigung über die Home-Assistant-App, ohne den geräteeigenen Pushover-Alarm zu benötigen, falls Sie Benachrichtigungen lieber in HA zentralisieren.
- Zellungleichgewicht im Blick behalten. Zellungleichgewicht springt selten plötzlich nach oben, aber ein langsamer Aufwärtstrend über Wochen ist genau das, was ein Home-Assistant-Verlaufsdiagramm erkennt und ein gelegentlicher Blick aufs TFT-Display nie zeigen würde.
- Dashboard-Karte neben den Solar-/Wechselrichter-Daten. Wer Erzeugung und Verbrauch bereits in Home Assistant verfolgt, bekommt mit den Pylontech-SOC- und Leistungssensoren auf demselben Dashboard endlich das Gesamtbild an einem Ort, statt zwischen Apps zu wechseln.
Was diese Werte wirklich bedeuten und welche einen echten Alarm verdienen (im Gegensatz zu reinem Hintergrundrauschen), behandeln wir ausführlicher in Pylontech-Diagnose 101.
Schnelle Fehlerbehebung
- MQTT-Zeile bleibt rot / verbindet nicht: Broker-IP und Zugangsdaten noch einmal prüfen — ein eigener MQTT-Benutzer (siehe Tipp oben) ist die häufigste Lösung, wenn ein wiederverwendeter HA-Login unerwartet fehlschlägt.
- Doppelte Entitäten: MQTT und REST sind gleichzeitig für dieselben Werte konfiguriert — eines entfernen.
- Sensor zeigt „nicht verfügbar": Passiert das genau dann, wenn das Gerät WLAN oder Strom verliert, funktioniert das Verfügbarkeitssignal wie vorgesehen — kein Fehler.
Kein Home Assistant im Einsatz?
Alles oben Beschriebene basiert auf demselben /api.json-Endpunkt und denselben MQTT-Topics, die auch die Integrationen für Jeedom, Node-RED, Domoticz und openHAB antreiben — siehe jeden anderen Weg, eine Pylontech-Batterie mit einer Smart-Home-Plattform zu verbinden, falls Home Assistant nicht Ihr System ist.
Pylon-Monitor bringt beide Integrationen bereits mit — MQTT-Auto-Discovery und der REST-YAML-Generator sind schon auf dem Gerät, einsatzbereit ab dem Moment des Anschließens.
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